/ / Kampagne Rücksicht
Kampagne Rücksicht 2019-07-25T11:34:35+00:00

Rücksichtnahme fördern

Rücksicht und Respekt, wo Fussgänger und Velofahrende aufeinander treffen

Im Sommer 2013 haben die Luzerner Medien das Thema „Velorowdys“ mehrfach und teils sehr emotional aufgegriffen und dargestellt. Velofahrende wurden bezichtigt, sich an keine Regeln zu halten, aggressiv zu fahren und die Fussgänger massiv zu gefährden. Die Stadt Luzern hat daraufhin gemeinsam mit Pro Velo Luzern, Fussverkehr Schweiz Region Luzern und der Luzerner Polizei die Kampagne „Rücksicht“ lanciert.

Thematisiert wurde das richtige Verhalten und die Verkehrsregeln für Fussgängerinnen und Velofahrer in Mischverkehrszonen, also in Fussgängerzonen, in denen der Veloverkehr zugelassen ist, sowie in Begegnungszonen. Denn die Erfahrungen hatten gezeigt, dass viele Velofahrer und Fussgänger nicht wussten, wo Velofahren erlaubt und wo verboten ist. Hauptbotschaft war, dass das Miteinander von Velofahrenden und Fussgängern nur dann gut funktioniert, wenn die Gesetze eingehalten werden und man sich mit Rücksicht und Respekt begegnet.

Mit grossen temporären Bodenmarkierungen, Plakaten und Giveaways (Kärtchen mit den wichtigsten Regeln und einem Schokoladenherz) wurden die Verkehrsteilnehmer zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt aufgefordert. Polizei, Pro Velo Luzern, Fussverkehr Luzern und die Stadt Luzern haben auf der Strasse über 7000 Kärtchen verteilt und zahlreiche Gespräche geführt. Die Aktion war so erfolgreich, dass sie zweimal durchgeführt wurde, im Frühling 2014 und im Frühsommer 2015.

Im Nachgang zur Kampagne 2014 hat die Luzerner Polizei gezielt Velofahrende kontrolliert. Dabei wurden die Kontrollen erstmals von der Stadt Luzern begleitet und ausgewertet. Es hat sich gezeigt, dass die Übertretensquoten durchaus mit Quoten bei den anderen Verkehrsarten, insbesondere beim motorisierten Individualverkehr, vergleichbar sind. Das Fazit: 88 Prozent fuhren korrekt, 12 Prozent bzw. 133 von 1101 Velofahrenden wurden gebüsst. Zwei Kontrollen auf dem Quai mussten sogar frühzeitig abgebrochen werden, weil es keine Fehlbaren gab.